Das Volumenstrommessgerät ermöglicht ein schnelles und genaues Messen der wichtigsten Kenngrößen von Einspritzdüsen. Bei dem neuen Verfahren wird die Energiespeichermöglichkeit eines Membranspeichers genutzt. Dabei wird mit einer kleinen luftdruckbetriebenen Flüssigkeitspumpe der Speicher gefüllt und während der kurzen von der Düsengröße abhängigen Messzeit von etwa 0,5 s die Düse von dem erforderlichen großen Volumenstrom durchströmt. Für eine Messung werden dadurch nur etwa 80 cm³ Prüföl benötigt. Mit Hilfe der adiabatischen Zustandsgleichung für Stickstoff lässt sich bei Messung der Temperatur und des Druckes die während des Druckabfalls von 26 auf 24 bar ausgeströmte Prüfölmenge berechnen. Durch die zusätzliche Messung der Ausströmzeit wird der mittlere Volumenstrom der Einspritzdüse bei 25 bar bestimmt und sofort auf 20 °C normiert angezeigt. Dieser mittlere Volumenstrom weicht nur vernachlässigbar gering von dem mit konstantem Druck von 25 bar gemessenen Wert ab. Die Messung kann auf vorteilhaft niedrigem Druckniveau erfolgen, weil das Prüföl eine sehr niedrige dem Dieselöl entsprechende Viskosität besitzt, wodurch die durch Strömungskavitation in den Spritzlochbohrungen bewirkte Verringerung des Durchflussbeiwertes bei 25 bar bereits konstant ist.
Der Arbeitsschutz ist durch einen Spritzschutz und einer elektrische
Verkopplung der Schutztüre mit dem Messventil und dem Hubzylinderventil
gewährleistet.
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